Jede Domäne ist eine Frauendomäne! Sagen wir. Warum?

55,5% der Studiendiplome gingen im Jahr 2017 an Frauen.
55.5%
Demgegenüber steht eine Männerquote von 92,8% in Geschäftsführungen der 200 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs.
92.8%

Quelle: Arbeiterkammer: Frauen. Management. Report. 2019 Aufsichtsratsquote das Jahr danach

Dem wollen wir etwas entgegensetzen.

Deshalb bauen wir eine breite, jegliches Fachgebiet umfassende Expertinnendatenbank auf. Weil das Argument “Wir haben keine qualifizierte Frau gefunden” nur mehr eine Ausrede ist.

Frauendomäne macht weibliche Kompetenzen sichtbar. Denn jedes Fachgebiet bietet top-qualifizierte Frauen*. Allerdings werden ihre Kompetenzen und ihr Wissen nur selten öffentlich dargestellt.

In unserer Datenbank können sich Expertinnen aus diversen Fachgebieten und Hintergründen kostenlos eintragen. Sie gibt Frauen* die Möglichkeit, ihre fachliche Kompetenz darzustellen.

Darüber hinaus unterstützen wir Veranstalter*innen und Organisator*innen dabei, ihre Panels, Seminare und Diskussions-runden Geschlechter-ausgewogen und divers zu konzipieren. 

Sichtbarkeit ist wichtig, das reicht uns jedoch nicht. Wir wollen uns mit unserer Arbeit dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen an die Realitäten von Frauen* angepasst werden und nicht Frauen* an die Rahmenbedingungen.

Wir streben nach einer Welt, in der Menschen eine Expertise und Kompetenz nach ihren Stärken und nicht nach ihrem Geschlecht aufbauen.

Wer wir sind

Hannah Zach 
ist Kommunikationsberaterin mit Fokus auf Communities und Stakeholderstrategien. Nach ihrem Studium Kommunikationsmanagement in Wien und Spanien verantwortete sie unter anderem die Communities der Rechercheplattform Dossier und der Initiativgruppe Alpbach Wien.
>>E-Mail

Sophie Rendl 
hat Rechtswissenschaften in Wien studiert, engagiert sich ehrenamtlich für das Forum Alpbach Network und arbeitet als Juristin im Bereich EU-Recht für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
>>E-Mail

Simone Berg
Vorstand – Finanzen

 

Fides Raffel
Vorstand – Schriftführung

Monika Rendl
Vorstand – stv. Schriftführung

Unsere Philosophie

Es ist in Österreich in sehr vielen Fachbereichen nach wie vor nicht unüblich, dass ein Podium, ein Gremium, ein Team oder die Führungsebene einer Organisation hauptsächlich, manchmal sogar ausschließlich aus Männern besteht.

Es ist weiters nicht unüblich, dass wichtige wissenschaftliche Artikel von Männern ohne Hinzuziehung von Frauen* publiziert werden. Die Wahrnehmung männerdominierter Expertise als Normalität findet sich auf allen Seiten, sowohl auf Seiten der Veranstalter*innen, als auch auf Seiten des Publikums und sogar auf Seiten der Expert*innen.

Es entsteht der Eindruck, dass Expertise geschlechtlich bedingt ist und erschwert es Frauen* wiederum, sich eine Expertise aufzubauen, gefördert zu werden und sich als Expert*in in der Öffentlichkeit zu zeigen bzw. wahrgenommen zu werden.

Anpassung der Rahmenbedingungen

Sichtbarkeit ist sehr wichtig, reicht jedoch alleine nicht aus. Hinter der mangelnden Sichtbarkeit von Frauen* im professionellen Umfeld steht ein systemisches, gesamtgesellschaftliches Problem, das es zu beleuchten gilt.

Die bestehenden Rahmenbedingungen müssen an die Realität von Frauen* angepasst werden und nicht die Frauen* an die Rahmenbedingungen!

Wir begreifen Diversität mehrdimensional und intersektionell

Der Begriff Diversität fokussiert auf individuelle, soziale und strukturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen und Gruppen. Mehrdimensionalität meint dabei die vorwiegend gesellschaftlich gesetzten Unterschiede wie Alter, Hautfarbe, Geschlecht, ethnische Herkunft, Religion und Weltanschauung, sexuelle Orientierungen, Behinderungen und Beeinträchtigungen. Intersektional meint dabei, dass mehrere dieser Dimensionen oder auch Diskriminierungsformen in der Biografie einer Person auftreten können und dabei Überschneidungen, Intersektionen bilden.

Dieser Ansatz spielt eine wichtige Rolle in unserer systemischen Analyse des Problems der fehlenden Sichtbarkeit von weiblicher Kompetenz. Wir möchten in unserer Datenbank und mit unserer Arbeit alle Frauen* abbilden, insbesondere aber jene, die noch weniger sichtbar sind beziehungsweise besonders unter homogenisierten Systemen leiden. Die mangelnde Sichtbarkeit des eigenen Geschlechts, der eigenen Hautfarbe etc. im beruflichen Kontext und in der Öffentlichkeit führt dazu, dass sich viele Personen nicht repräsentiert sehen und sich daher auch nicht vorstellen können, selbst solche Rollen einzunehmen.

 

Frauendomäne*

Den Begriff Frau* verstehen wir inklusiv und politisch. Mit dem Gender-Sternchen * hinter dem Begriff Frau* möchten wir auch Trans*Frauen und generell Menschen abseits der binär-geschlechtlichen Norm Mann <> Frau zur Registrierung motivieren. Frauendomäne ist auch und gerade für Menschen, die sich keinem der beiden Geschlechter eindeutig zuordnen können oder wollen.

Nächste Schritte

Accessibility: Wir bemühen uns, sowohl Design als auch Programmierung unserer Datenbank barrierefrei zu konzipieren. Sollte die volle Barrierefreiheit momentan noch nicht hergestellt sein, liegt das ausschließlich an den aktuellen Ressourcen. Wir sind bemüht, die fehlenden Funktionen im nächstmöglichen Schritt nachzuliefern.

Beirat

Barbara Blaha
Publizistin, Leiterin Momentum Institut, Universitätsrätin der Universität Salzburg und Mitgründerin des Wiener Balls der Wissenschaften.

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Sylwia Bukowska
Leiterin der Abteilung Gleichstellung und Diversität der Universität Wien.

Fotocredit: Bernadette Reiter 

Neha Chatwani
Organisationspsychologin für Change Management und Agile Leadership, Autorin und Gründerin des Workplace Ateliers.

Heidemarie Egger
Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im Österreichischen Behindertenrat und des Kompetenzteams Frauen mit Behinderungen. Im Vorstand der Marfan Initiative Österreich. 

Hélène Marie Gosselin
Former United Nations official, Founder International Women’s Forum (IWF) Austria branch, Member IWF Canada and Women Economic Forum, Senior Consultant in Leadership, Strategy & Mentoring.

Katharina Mader
Assistenzprofessorin am Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien.

Fotocredit: Pamela Rußmann 

Maria Rauch-Kallath
Unternehmerin, ehemalige ÖVP-Bundesministerin, Initiatorin des Österreichischen Journalistinnenkongresses,des Club alpha und Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Committees.

Terezija Stoisits
Menschenrechtsaktivistin, ehemalige Volksanwältin und Nationalratsabgeordnete für die Grünen.